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14. Wittenberger Sparkassen Schwimm Cup

"Es ist schon 15.04 Uhr. Ich will's ja nur mal sagen."

Mit solch' passiv-aggressivem Ton machten sich neun zarte Persönchen auf den wohlverdienten Heimweg.

Ach, wo wir waren wollt ihr wissen? Kein Problem, wir erzählen gerne. Wir? Ja, die Legenden traten aus der Dunkelheit hervor. Lea und Sassi sind back, bitches. Wischt eure Tränen weg, wir haben euch auch vermisst.

Also jedenfalls, dieser Wettkampf heute. Wir sind, wie ihr eventuell den Fotos oder der Überschrift entnehmen könnt, nach Wittenberge gefahren. Die Erfahrenen unter euch wissen, das bedeutet: Grausam frühes Aufstehen, vom Entertainingfaktor der beteiligten Personen abhängig unterschiedlich unterhaltsame Zugfahrten und Hitze. Sehr viel Hitze. Aber nicht diese angenehme Mittelmeerstrandliegehitze, sondern eher diese Amazonasüberlebensexpeditionshitze, wisst ihr. Aber das sollte uns nicht aufhalten.

Frohen Mutes und voller Zuversicht starteten wir (Anmerkung des Teamleiters Max M.: "pünktlich!") von Ostkreuz aus in den fernen Norden, naja Nordwesten, Brandenburgs. Die Sonnenstrahlen brachen durch einen nebligen Schleier mystischer Stille. Malerische Schönheit erblickten unsere schlaftrunkenen Augen. Und wir haben Kühe gesehen. Und 'ne Menge Graureiher (Anmerkung für Stadtkinder: wie Flamingos, nur in schwarz-weiß).

Als wir den Zug verließen, stellten wir fest, dass winterliche Morgenstunden nicht nur von malerischer Schönheit, sondern in erster Linie vor allem von sehr niedrigen Temperaturen geprägt sind. Mit dem Betreten der Halle teilte sich unsere Mannschaft in acht Schwimmer und einen Kampfrichter auf. Wie es sich nach Berliner Professionalität ziert, natürlich komplett in weiß. Zur Vorbereitung auf den Wettkampf taten wir Vieles, außer uns zu aklimatisieren (für unsere Fans: Hitzeanfallschockanfallschlag).

Beim Schwimmen schlugen wir uns gewohnt solide. Schwimmer halt. Ne, aber waren schon wirklich ganz schöne Zeiten wieder dabei. Leonie hat vielleicht sogar den Vereinsrekord über 100 m Lagen und 50 m Freistil gebrochen, also neue persönliche Bestzeit auf sehr hohem Niveau. Aber euch soll gesagt sein, der Rest war auch nicht schlecht! Wir taten, was wir tun mussten (schwimmen), und zwischendurch hatten wir gnädigerweise immer kleine Pausen.

Alle bestritten fünf Einzelstrecken, um erfolgreich am Mehrkampf teilnehmen zu können. Am Ende haben wir den dritten Platz in der Mannschaftswertung erreicht, und zwei Pokale nehmen wir auch mit nach Hause.

Jeder bekam ein Eis als postkompetitive Belohnung. Außer Lea. Die hat's einfach so bekommen (Anmerkung von Sassi: Sie war die Frau in weiß).

Dann schlenderten wir gemütlich zum Bahnhof zurück und warteten auf den Zug nach Berlin. Der dann erst 15.04 Uhr losgefahren ist. Obwohl uns 15.03 Uhr versprochen wurde! Naja, Deutsche Bahn eben.

Aber hier schließt sich unser Kreis. Wir hoffen, ihr hattet ein genauso erfüllendes Wochenende wie wir. Und wenn nicht, konntet ihr zumindest in Gedanken soeben an einem teilhaben.

Das wars soweit von uns. Ciao und bis in 10 Jahren, wenn wir gemeinsam den nächsten Bericht schreiben werden. Versprochen.
Bis dahin,

Euer unschlagbares Duo


P.S.: Wir wussten am Ende des Tages nicht, ob wir insgesamt zu viel Hitze oder zu wenig Sauerstoff abbekommen hatten. lch sag' nur personenabhängiger Entertainingfaktor. Wir fanden uns persönlich sehr lustig. Rest müsst ihr wissen.

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