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22. WTC-Pokal, 07. und 08.12.19

Hinter uns liegt ein ereignisreiches Wochenende - die meisten Ostringenten stellten ihr Können in Fürstenwalde unter die Probe, wohingegen sechs von uns ihr Glück in Dresden versuchten. Unsere kleine, aber feine Mannschaft bestand aus Thali, Ingo, Carola, Steffi K., Pauli und mir. Eigentlich wäre auch noch Suse dabei gewesen, aber die fiel krankheitsbedingt leider aus.

Als wir uns gegen 9 Uhr bei Ingo trafen, hatten Steffi, Pauli und ich bereits ein kleines Abenteuer hinter uns, da wir kurze Zeit zuvor unser erstes vermeintliches Etappenziel erreicht hatten, welches sich allerdings nicht als Ingos Zuhause herausstellte. Aber Münchehofe ist auch schön. Nichtsdestotrotz erreichten wir den Treffpunkt pünktlich und sogar vor Thali. Ein wenig später fanden wir uns dann alle in Ingos Auto wieder, der so freundlich war, uns nach Dresden zu kutschieren. Wir kamen ziemlich gut durch und waren auch bestens mit „Essen vom Boden“ - darunter Maxi King´s und Milchschnitten - versorgt (Weisheit von Thali: „Halte immer deinen Fahrer bei Laune.“). Nach ca. 2 h Fahrt erreichten wir Dresden, und ich stellte für mich fest, dass die Stadt optisch Einiges hermacht. Da wir bis zum Einlass in die Schwimmhalle noch einige Stunden Zeit hatten, noch nicht einchecken konnten, aber Hunger hatten, ließen wir unsere Sachen im Auto, welches von Ingo gekonnt direkt vor der Jugendherberge geparkt wurde, und machten uns auf den Weg „in die Stadt“.

Dort suchten wir neben etwas Essbarem natürlich auch den berühmt-berüchtigten Striezelmarkt, einen der ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkte der Welt. Wir fanden auch etwas, das einem Weihnachtsmarkt glich, aber die Worte „Das ist er? Ich hab mir den irgendwie... größer vorgestellt.“ fassen das, was wir vorfanden, ganz gut zusammen. Es sollte sich jedoch noch herausstellen, dass wir nur einen und nicht DEN Weihnachtsmarkt gefunden hatten.

DER Weihnachtsmarkt war nämlich um Einiges größer und auch extrem voll. Nach einem kurzen Abstecher und der Entscheidung gegen Glühwein vor dem Wettkampf schlenderten wir zurück in Richtung Schwimmhalle und bereiteten uns mental auf den Wettkampf vor („Müssen wir jetzt schwimmen? Ich hab eigentlich gar keine Lust.“).

Pünktlich zum Einlass erreichten wir die Schwimmhalle und trafen dort auf Carola, sodass unser Team von diesem Zeitpunkt an vollständig war. Wir beschlossen, unser Lager auf der Tribüne aufzuschlagen, da die Halle im unteren Bereich recht voll und die Tribüne recht leer war.

Auch beim Einschwimmen gab es vergleichsweise viel Platz, doch das hielt uns nicht davon ab, uns in zweifacher Form bei den Schwimmbrillen zu sabotieren (Pauli verätzte sich selbst ihre Augen halb, und ich war meiner Schwimmbrille gegenüber anscheinend zu gewalttätig). Der Wettkampf selbst begann mit einer 4 x 200m Freistil-Staffel, die versuchte, einen Europarekord zu knacken. Obwohl die ganze Halle kräftig mitfieberte und anfeuerte, hat es am Ende jedoch leider nicht ganz gereicht. Danach begannen die Einzelstarts, und der Wettkampf nahm seinen Lauf. Es verlief soweit alles normal, wir konnten hier und da mal das Treppchen erreichen, und Pauli ließ es sich nicht nehmen, wieder den ein oder anderen Vereinsrekord zu brechen (insgesamt waren es am Ende 6!! - Glückwunsch). Nach ein paar Stunden war der erste Abschnitt auch schon vorbei, sodass wir gegen 19/20 Uhr zurück in die Jugendherberge gehen konnten. Nach kurzem Sachenabschmeißen ging´s dann allerdings direkt wieder in die Stadt, da wir 1. essen und 2. uns DEN Weihnachtsmarkt ansehen wollten. Teil 1 des Plans realisierten bei „Hans im Glück“, welches ein halbfancy Burgerrestaurant für den halbgroßen Geldbeutel ist. Die Getränke tragen Namen wie Zitronenlimonade („Meinst du Sprite?“) oder Sommerwind (Ingo: „Sieht aus wie Wiese.“). Es wurde seeeehr viel über unsere Bedienung (Martin) diskutiert. So z.B. ob seine Muskulatur gut oder nur aufgepumpt sei. Zeit dafür war genug, denn Martin brachte mein Essen leider erst, als alle anderen schon fertig waren (aber er hat sich entschuldigt).

Kurz vor 21 Uhr verließen wir das „Lokal“ und befanden uns unmittelbar auf dem Weihnachtsmarkt, welcher zu unserem Bedauern leider um 21 Uhr schließt. WelChEr wEiHnAcHtSmArKt ScHliEßt uM 21 uHR?! Nachdem uns eine Bude schon keinen Glühwein mehr verkaufen wollte, hatten wir schließlich doch noch bei einer anderen Erfolg. Da uns beim Trinken dann sogar noch der Tisch abgebaut wurde, konnten wir unseren originalen Striezelmarktglühwein nur bedingt genießen. Er schien jedoch relativ stark gewesen zu sein, da Steffi sich nach dem ersten Schluck schon sehr beschwipst fühlte, unsere geübte Glühweintrinkerin Pauli merkte davon hingegen gar nichts. Wir ließen uns aber nicht von der Situation unterkriegen und zogen aus diesem Grund zur nächsten Glühweinbude außerhalb des Weihnachtsmarktes, bei der Steffi und ich uns unverständlicherweise für einen Kakao entschieden. Nach weiteren Gesprächen über Gott und die Welt (und Martin) machten wir uns dann langsam auf den Rückweg, auf dem Pauli beinahe festgenommen wurde (Details werden nicht verraten). Gegen 22 Uhr waren dann alle mehr oder wenig im Bett und bekamen ihren wohlverdienten Schlaf.

Für den zweiten Tag will ich mich etwas kürzer fassen. Wir frühstückten in zwei getrennten Gruppen, damit die Frühaufsteher entspannt aufstehen und die Langschläfer entspannt ausschlafen konnten (ausschlafen = 7.45 Uhr). Ein Herr aus der Jugendherberge, der sehr nett, aber etwas schwer zu verstehen war (Thali: „Ich war mir nicht sicher, ob da ein bisschen Chinesisch in dem war, was er gesagt hat.“), zeigte uns unseren Frühstücksraum, den wir nicht gleich finden konnten, da unser Verein trotz fünf Übernachtern in der Kategorie „Einzelgäste“ landete. Nach dem Frühstück gaben wir unsere Schlüssel ab, packten alle Sachen in Ingos Auto und machten uns auf den Weg zur Schwimmhalle. Nach 1 min waren wir dann da (die Jugendherberge hat wirklich eine top Lage). Zu Beginn des Wettkampfs fand der so genannte „Poseidon-Pokal“ statt. Dieser Wettkampf hat eine lange Tradition und besteht aus einer 3 x 100 m Freistil-Staffel (ja, 3 x). Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle mussten wir unsere Aufstellung ändern, sodass unsere Staffel leider nicht das Mindestalter erfüllte. Dies wurde vom Veranstalter jedoch weder bei der Nachmeldung noch bei der Siegerehrung bemerkt bzw. als Problem angesehen. Da wir aber natürlich nur ehrlich gewonnen wollten (wir hatten mit unserer Aufstellung den 3.Platz belegt), machten wir noch einmal darauf aufmerksam, wofür sich der Veranstalter bei uns bedankte und uns auch persönlich erklärte, wie nun damit verfahren wird. Am Ende hatten wir zwar drei Muskel- und Gelenköle für die Dusche weniger, aber dafür ein reines Gewissen.

Eine Sache, die vielleicht noch erwähnt werden sollte, war das Badeanzugshopping von Pauli (sorry, es gibt einfach so viel zu erzählen). Sie entdeckte bei den Schwimmutensilien, die man in der Halle käuflich erwerben konnte, nämlich den Arena Powerskin Carbon Pro - einen ihrer Traumanzüge - zum stark reduzierten Preis (immer noch viel Geld, aber sonst kosten die Dinger ein halbes Vermögen). Also MUSSTE dieser anprobiert werden und zwar in Größe 30 – muss ja auch enganliegend sein. Nach 10 min voller Anstrengung und Angst, den Anzug kaputt zu machen, entschied sie sich doch für eine 32. Ich half mit, soweit es mir möglich war, sodass sie das gute Stück schon nach 20/30 min anhatte. Da sie noch atmen konnte, war sie schockverliebt, und was soll ich sagen... nun lebt sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Das soll´s dann jetzt auch gewesen sein. Wir sind dann abends wieder zurück nach Berlin gefahren, aber die Details erspare ich euch. Das Wochenende war insgesamt sehr schön, und ich kann den Wettkampf nur weiterempfehlen. :)

Eure zu lange Berichte schreibende Sassi